von Ronny vor 3 Jahren am 07.01.2016

Abgenutztes Lederlenkrad reinigen

Mit Colourlock in nur wenigen Minuten

Kleiner Autopflege-Quickie für zwischendurch

Heute: Lederlenkrad reinigen und pflegen

Man muss nicht immer stundenlang den Lack polieren oder das Auto waschen oder Felgen versiegeln. Man kann auch mit viel weniger Zeit zwischendurch viel erreichen. Daher werden wir Glossbosse hier immer mal wieder einen kleinen Autopflege-Quickie für zwischendurch veröffentlichen, in dem wir kurz und bündig kleine Autopflegeeinheiten erklären die innerhalb von 15 Minuten zu erledigen sind.

Mit der Lederlenkradpflege erreicht man in sofern recht viel, da dies immer in der Hand liegt und zu spüren ist. Frisch gereinigte Lenkräder fühlen sich einfach toll an, daher kann man das ohne viel Aufwand gerne häufiger mal auffrischen.

Was braucht Ihr dafür:

Lederreinigungs- und pflegeprodukt,

Bürsten oder Schwämme, je nach Verschmutzung und Vorliebe,

min. 3 Mikrofasertücher,

Eimer mit warmen Wasser,

Handschuhe

Bei den Lederpflegeprodukten selbst gibt es sehr viele auf dem Markt. Die bekanntesten sind hier wohl Colourlock und Lexol welche ich gerne verwende, aber auch Petzoldts, Meguiars, ValetPRO, Chemical Guys, etc… haben hier viel zu bieten.

Bevor es hier an die eigentliche Pflege geht, decke ich alles was hinter dem Lenkrad liegt gerne mit einem großen Tuch ab. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Armaturen vor Reinigungsspritzern geschützt sind, sondern auch, dass man das Tuch später gleich zum Trocknen des Leders nehmen kann.

Kurze vorab Inspektion des Leders hilft, die Konzentration bzw. das Reinigungsmittel zu bestimmen.

Hier sieht das Leder noch nicht ganz so speckig aus.

Ob man einen Unterschied zu vorher sieht, teste ich mit etwas Abklebeband.

Der Colourlock Reiniger mit dem praktischen Pumpschäumer wird auf dem feuchten Schwamm verteilt. Das "Kneten" des Schwamms macht den Schaum noch ergiebiger.

Ist der Schaum schön gleichmässig im Schwamm, kann der Reiniger auf des Leder aufgebracht werden. Ob man den Reiniger mit einem Schwamm oder einem Mikrofaserpad aufträgt, hängt von den eigenen Vorlieben und mit dem Grad der Verschmutzung ab. Die Mikrofaserpads eignen sich für stärkere Verschmutzungen besser. Für noch stärkere Verschmutzungen sind Schmutzradierer zu empfehlen.

Der Schaum löst den Schmutz nun an. Lass den ruhig ein paar Minuten einwirken.

Warmes Wasser löst den Reiniger besser. Das Tuch nach dem Einweichen darin schön auswringen...

...und das Lenkrad damit abwischen. Das Tuch regelmäßig im Eimer mit warmen Wasser auswaschen.

Jetzt mit dem Abdecktuch das Lenkrad gleich trocknen.

Nach dem Abtrocknen und dem Abziehen des Abklebebandes konnte man einen kleinen Vorher/Nachher Unterschied am Lenkrad sehen. Auf dem Foto ist es etwas schwer zu erkennen. In natura ist sowas immer besser zu sehen und vor allem zu spüren.

Nach dem Trocknen des Leders kommt noch ein Schutz drauf. Hier warte ich keine 2-3 Stunden sonder trage das Produkt (hier: Lederversiegelung) auf sobald sich das Leder trocken anfühlt.

Ein paar Tropfen in ein Tuch...

...und gleichmäßig auf dem Leder verteilen. Den Vorgang wiederhole ich gerne 2-3 mal um die für mich optimale Haptik zu bekommen.

Das war es auch schon. Geht doch echt schnell und einfach, oder? Wann und womit habt Ihr eurer Leder zuletzt gepflegt?

Grüße aus Hamburg

Ronny alias chiller

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    Durch sein neues Auto kam Ronny im Jahr 2011 zu diesem Hobby und lernte über ein Forum, auf einem von Marvin Mieth organisiertem Workshop, schnell autoverrückte Leute kennen. Er traf sich immer wieder mit Gleichgesinnten, gründete in Dortmund einen Stammtisch und organisierte mit Freunden eigene Workshops, wo sogar schon einmal Christian Petzoldt vorbei kam und wertvolle Tipps gab. Neben seinem Hobby und Motto „Mehr Glanz ist nicht genug“ ist das Fotografieren eine weitere große Leidenschaft von Ronny. Mittlerweile lebt, poliert und fotografiert er im Norden und wird den Blog von Hamburg aus mit Berichten unterstützen.

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