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von Jones vor 4 Jahren am 10.08.2015

Mercedes AMG GTs Coupé

Selenitgrau Metallic


Fahrzeug: Mercedes AMG GTs Coupé
Farbe: selenitgrau metallic
Baujahr: 2015
Laufleistung: ca. 2.500km

Video Update!

Vor ein paar Wochen fragte Rolf an ob ich mit ihm gemeinsam einen grauen AMG GTs detailen möchte...
Rolf, DIE Frage kannst du dir nun wirklich selbst beantworten! Wann & wo?!?
So kam er dann, der Tag X. Euch viel Spass beim Lesen, wir hatten ihn bereits! :)

Vorgehensweise in Kurzform

  • Abdampfen, Snow Foam, waschen, abdampfen, kneten, trocknen.
  • Abkleben
  • Polieren
  • Reifendressing
  • Scheiben reinigen
  • Entfetten
  • Versiegeln
  • Innenraum reinigen

Verwendete Produkte

Wäsche:

  • Kränzle 1151 Hochdruckreiniger
  • Foam Lance
  • Dodo Juice Apple iFoam
  • Lupus Wascheimer mit Gridguard
  • Bouncer's Slick Mick Shampoo
  • Lupus Premium Waschhandschuh
  • ValetPro Pinsel

Räder:

  • Vikan Felgenbürste
  • EZ Detailbrush groß

Kneten:

  • Petzoldt's Magic Clean blau
  • ONR Optimum NoRinse

Trocknung:

  • Lupus Double Soft Touch blue/gray Microfasertuch

Hilfsmittel:

  • HPX Premium Tape
  • Mequiar's #34 Final Inspektion
  • LED Taschenlampe Crelant 7G3CS U3 mit 3100mAh Panasonic Akku
  • weiche Haushalts-Nagelbürste zur Padreinigung
  • Holz-Zahnstocher
  • Wattestäbchen

Poliermaschinen:

  • Flex 14-2 150 mit
  • menzerna Stützteller M14 - 75mm
  • Rupes Bigfoot Duetto LHR-12

Polituren / Pads:

  • Chemical Guys V38 auf
  • Rupes BigFoot Polierschwamm Ultrafine (weiß) 130-150mm
  • Lake Country Cool Wave Finishing Pad (schwarz)

Microfasertücher:

  • diverse Lupus MFTs

Entfetten:

  • Gyeon Prep

Versiegelung:

  • Gyeon Prime samt Suede-Tuch und Applikatorschwamm
  • Lupus Buffing 380 gelb (randlos) Microfasertuch

Verglasung:

  • ValetPRO Glass Cleaner
  • Lupus Wave 500 Waffel Microfasertuch

Reifenpflege:

  • Gyeon Tire
  • Lupus Handpolierschwamm weich

Felgenversiegelung:

  • Gyeon CanCoat

Innenraum:

  • Surf City Garage Dash Away

Los gehts!

Waschzeug auspacken, für Wasser und Strom sorgen, Eimer und Foam Lance vorbereiten. Startklar.

Aber erstmal einen Blick auf das zwangsbeatmete 4 Liter Herzstück dieses selenitgrauen 510PS Dampfhammers aus Sindelfingen. Die Motoren kommen aus Affalterbach, "Ein Mann, ein Motor" ist dort auch heute noch die Devise. Die Kurbelwelle dieses V8 dreht mit bis zu 6250 Umdrehungen/min und bringt dabei stattliche 650 Newtonmeter Drehmoment auf den Straßenbelag, danke Paul Michel.
Mit anderen Worten: "Aus Dinosauriern wird reichlich Kraft & tierischer Sound"

Was ist das? Unter der vermeintlichen Motorverkleidung finden sich diverse Ausgleichsbehälter, der Motor versteckt sich unter der Edelstahlabdeckung weiter hinten - zur besseren Gewichtsverteilung.

Bestandsaufnahme außen, der Lack ist kaum verschmutzt - super Pflegezustand!

Ebenso die Felgen, nur leicht staubig - dank "Carbon Ceramic"-Bremse in monströser Dimension.
Große Bremse = Viel Dreck? Trifft hier dank der Materialien nicht zu.

Beginnen wir damit den groben Dreck und aufliegenden Staub mit dem Hochdruckreiniger zu beseitigen.

Totes Protein und aufgewirbelten Straßendreck mit SnowFoam einweichen, hier nutzten wir Dodo Juice Apple iFoam. Wer den Dodo "Sour Power"-Apfelduft liebt, wird auch diesen Snow Foam mögen!

Rolf kümmerte sich zu erst um die Felgen, hier mit der EZ Detailbrush.
Bei den "Carbon-Ceramic"-Bremsscheiben ist höchste Vorsicht geboten, nicht nur aufgrund des horrenden Stückpreises.

Nach 2-3 Minuten ...

5-6 Minuten: Zeit zum Abspülen.

Die obligatorische Wäsche war nicht nur Arbeit, sie war dank der herrlichen Formgebung vielmehr ein Genuss.

Gründlich abspülen, besonders die Wassernester in denen sich Shampoowasser und SnowFoam gesammelt hat. Front und die unteren Bereiche wurden geknetet, obenrum war alles in bestem Pflegezustand.
Getrocknet wurde mit einem Lupus "blue/grey" MFT, nach 2-3 Runden in der Waschmaschine saugen sie Wasser wie manch Säugling der aus C ein A-Körbchen macht.

Hinein in die lichtdurchflutete Halle, war ein richtig gutes und angenehmes arbeiten. Zur Defektkorrektur bevorzuge ich zwar einen dunkeln Raum mit 1-2 Lichtquellen, was hier nicht nötig war.

Auch dieser "Arbeitsplatz" gefiel uns beiden äußerst gut :)

Die Türen schön nach innen gewölbt, man fühlte sich geborgen wie in einem Cocoon.

Mattes Carbon, ein Traum. Umrandet von Pianolack, meinem persönlichen kleinen Albtraum nach Wurzelholz.

Abkleben mussten wir glücklicherweise kaum etwas.

Rolf hatte merklich mehr Respekt (oder doch ehr Schiss? :D) und klebte ab wo es nicht wirklich nötig gewesen wäre, aber das ist meine persönliche Meinung.
Lieber zuviel als zu wenig abkleben, um mögliche Schäden zu vermeiden.

Schritt 1 der Lackdiagnose, Schichtstärke ermitteln.
131µm sind 0,131mm - an gesamtem Lackaufbau, Klarlack, Farblack, Füller, Grundierung & Co. Die oberste Schicht - der Klarlack - dürfte etwa 20-30µm haben, also 0,02-0,03mm. Nicht sonderlich viel, oder? Übertreibt man es oder geht mit falschem Material an den Lack sind diese paar Micrometer ganz weg und der Schaden groß. Daher ehr kleinschrittig und vor allem konzentriert, mit Bedancht arbeiten.
**Der Klarlack ist unser bester Freund, solang er da ist! **

Schritt 2, die "fiese LED-Taschenlampe", es zeigte sich ein nahezu perfekter Lack.

Im Schwellerbereich fanden sich ein paar hauchzarte Spuren, es genügt eine gute Hochglanzpolitur.

Womit wir bei den "Waffen" der Wahl sind:
Rupes Duetto, weiches (weisses) Rupes Pad und die Chemical Guys V38.

Teilbereich auf Stufe 5-6 poliert, abgewischt und mit der Crelant LED geprüft - top!

Rein ins Vergnügen! :D

An der stark geschwungenen Front wechselte Rolf auf die Flex 14-2 150, menzerna Spotteller und 101mm Lake Country Pad.

Glanz kann man nie genug haben, direkt mal einfangen.

Kommen wir zu ein paar netten Details, wie hier an den Türen.
Gewöhnlich findet sich rechts vor der Seitenscheibe eine Leiste, hier nicht. Schicker und sauberer Abschluss.

Die Türgriffe hatten auch aus, dynamischer Schwung und sauber eingefasst.

Die mehr als Unterarm langen Rückleuchten waren nicht nur lang, auch detailreich.

Weniger schön fanden wir Lackfetischisten die Orangenhaut. Unterhalb des Türgriffes gut zu sehen.

Noch schlimmer jedoch die schlecht eingepasste Front fahrerseits. Dieser Fauxpas lässt sich sicherlich recht zügig beheben, die Orangenhaut müsste durch zeitaufwändiges Schleifen und aufpolieren beseitigt werden - mit einem nicht zu verachtendem Risiko.

Weiter im Geschehen: Heck und Schweller, bei mir immer zum Schluss.

Für die Reifen gab es Gyeon Tire ...

Formatfüllend an der Front.

Lack fertig poliert, Felgen und Reifen strahlen, nun Scheiben reinigen und den Lack für die Versiegelung vorbereiten, Gyeon Prep war hier das Mittel der Wahl.

Für den Lackschutz hatten wir uns für das Gyeon Prime entschieden, schlägt sich beim Rolf nach etwa einem Jahr noch gut, ebenso bei Blog-Autor Sven. Zudem zaubert es einen tollen glasigen Glanz.

Denn auch dieses mal gilt: "Mehr Glanz ist nicht genug!"

Auftrag in Teilbereichen, die riesige Motorhaube haben wir in derer 6 Bereiche aufgeteilt. Einer trägt auf, Bahnen längs, dann quer. 1-2 Minuten ablüften lassen und mit einem gelben Lupus 380 MFT abnehmen. Zuvor haben wir gern die grauen All Purpose hergenommen, mit den 380ern geht es nochmal besser. Ebenfalls im Kreuzgang abwischen und den Bereich gut kontrollieren, ruhig mit einer LED-Taschenlampe.

Tipp: *Solltet ihr Gyeon Prime verarbeitet haben und entdeckt nach wenigen Stunden noch Reste / "Highspots", einfach etwas frisches Prime in ein frisches Tuch geben und die Stelle "neu versiegeln", evtl. 3-4 mal über die Stelle wischen bis alles überschüssige weg ist. Kurz ablüften lassen und sauber abwischen. Wegpolieren oder gar schleifen sind nicht immer nötig. ;)*

Nach dem Akt der Versiegelung kam noch der Maschinenraum dran, Staub wischen und Flecken beseitigen.

Der Luftkanal unter der Haube ...

... führt dem "heißen V" mit den beiden innenliegenden Turboladern kühlende Frischluft zu. Abluft entweicht unter anderem aus den seitlichen "Kiemen".

Genug gesabbelt... Finishfotos!

Hinein in die herrliche Sport-Gestühl und ab nach draußen, man mochte jedoch gar nicht aussteigen, super bequem die Sportschalensitze!

Zur Abwechslung durfte ich die nächsten 50m fahren, kann man sich durchaus dran gewöhnen.

Zurück in die schützende Halle. Tor zu, das war es - Wochenende!.

Das Prime durfte über Nacht weiter aushärten und wird den glücklichen Besitzer hoffentlich sehr lange Freude bereiten und eine künftig Pflege vereinfachen.

Richtig genialer Tag Rolf!
Tolles Teamwork, Traumwagen und ein richtig feines Ergebnis! Freu mich schon auf weitere Projekte!!! :)

Ich hoffe der Bericht und die Fotos gefallen euch, Kommentar unten oder via Facebook würde uns freuen! Sollten Fragen aufgekommen sein einfach die Kommentarfunktion unten nutzen oder mir über das Kontaktformular schreiben.

Danke und glänzende Grüße aus dem schönen Münsterland! Jones, alias Johannes

  • Jones

    Die erste Poliermaschine hielt Johannes (Münster) im Jahr 2007 in seinen Händen, die enthusiastische Autopflege ist Hobby und unverzichtbarer Teil sein Lebens geworden. In jungen Jahren wurde Samstags Bundesliga im Radio gehört und nebenbei der 123er Mercedes „gewaschen". Die Liebe zur perfekten Oberfläche begann mit einer Tischler-Lehre, während seiner späteren Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker fand er eine kleine Metabo-Poliermaschine im Lager und ab da war es um ihn geschehen, kaum etwas vor ihm sicher. Vieles selbst erlernt, reichlich Erfahrungen gesammelt, stets Arbeiten & Abläufe verbessert. Vertieft wurde das Ganze durch Internet und dort angetroffenen „Lackfetischisten“, hier entwickelten sich auch Freundschaften und gemeinsame Projekte - das Ergebnis ist dieser Blog.

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