von Jones vor 2 Jahren am 29.09.2016

BMW M4 GTS

Essence, Serum Light und Suave

///Moin Glossbosse,

da ist er wieder, jener Faible für Automobilträume mit Ursprung in Garching (bei München) - die Rede ist von der M GmbH, deren Gemäuer rund 15 Autominuten nördlich der BMW Welt und dem angrenzenden BMW Stammwerk stehen. An der Daimlerstraße 19 findet die Weiterentwicklung der BMW Serienmodelle statt, die Produktion des F82 M4 übernimmt das Werk Regensburg, der BiTurbo-Reihen-Sechszylinder (S55B30A) dieses GTS Sondermodell bringt 500 Pferde und 600 Newtonmeter Drehmoment auf die Hinterachse, er wird im Werk Steyer gefertigt.

///M-Sondermodell, wie einst mein persönlicher Traum - der M3 CSL E46 (silbergrau) / (blau foliert), die Crux bei besagten Sondermodellen ist neben der Exklusivität mit all den technischen Raffinessen auch der Preis. Der ///M4 GTS ist auf 700 Exemplare limitiert und BMW lässt sich dieses fürstlich bezahlen, mindestens 142 600 Euro waren fällig - geschmeidige 65.000 Euro über einem Basis M4 - dennoch war er kurz nach der Weltpremiere auf der Tokyo Motor Show 2015 - also einige Monate vor Markteinführung (April 2016) restlos ausverkauft. Wie Chris erzählte suchte BMW sich die Käufer zudem aus! Ihm sei jemand bekannt, von ZEHN! bestellten M4 GTS erhielt er keinen einzigen. Man möchte die Fahrzeuge auf der Strasse und natürlich den Rundkursen der Welt sehen, nicht als Stehzeuge im Verkaufsraum oder Sammlungen wo sie als reine Wertanlage in Unwürde altern. Gute Entscheidung!

Da es sich bei uns Glossbossen vor allem um die enthusiastische Pflege dreht kommen wir nun zum Eigentlichen.
Chris sollte dem 1 Woche zugelassenen M4 GTS seines Bekannten mehr Glanz einhauchen, den Lack widerstandsfähiger als auch pflegeleichter machen. Worauf er mich fragte, ob ich ihm behilflich zu sein möchte - es gibt sie doch, die dämlichen Fragen ...

Wäsche

Auf zur nächsten Waschbox.
Den doppelten Wascheimer-Hinterachsballast ausladen, Chris wandelte bunt bedrucktes Papier in Waschmünzen.

Bestandsaufnahme
Der Besitzer war so verrückt und hatte diese Reinkarnation eines Männertraumes direkt nach Übergabe in der BMW-Welt mit Sonax Netshield / Protect+Shine versiegelt, in Folge dessen fand sich trotz einer regennassen Heimreise nicht sonderlich viel Schmutz.

An der markanten Front mit ausgeprägtem Kohlefaser-Frontsplitter sammelte sich Protein, leider auch die ersten beiden kleinen Steinschläge.

Bis auf die superleichte Kohlefaser-Pommestheke sah der M4 GTS gut aus.

Hochdrucklanze gegriffen und Wasser marsch!

Anfangs den aufliegenden, groben Dreck wegspülen.
Dank der "Überführungs-Versiegelung" verblieb kaum noch Schmutz. Otto-Normal hätte spätestens jetzt zum über zwei Generationen vererbten Hirschleder oder Mutti's Küchenpapier gegriffen und den Wagen trocken gerieben.

Dreckig abtrocknen ist für Mikrofasermuschis -wie wir sie sind- ein klares NoGo, daher verwöhnten wir uns & den GTS mit einem edlen Autoshampoo, dem Dodo Juice "Born to be mild" - absoluter Suchstoff und mit einem Schnapsglas (20ml) je Eimer sparsam dosierbar.
Zwei Eimer - einer mit klarem Wasser zum regelmäßigen Auswaschen des verschmutzen Waschhandschuhs, der andere mit Shampoowasser gefühlt. Handschuh auswaschen, erst dann ins Shampoowasser tauchen.

Wir nutzten beide den Lupus Autopflege Premium-Waschhandschuh.
Unter der Frittentheke.

Hinter den Ohren.

Und untenrum, hier der Echt-Carbon-Heckdiffusor.

Und dem Frontspoiler, ebenso aus Kohlefaser.

Genüsslich "abspritzen"

Bei diesen trendigen "CarPorn"-Videos könnt man von einer Bukkake-Party reden.

In der brennenden Sonne sollte man sich etwas sputen, um Wasserflecken zu vermeiden. Tropfnass das Heck. Kneten des Lackes war nicht nötig.

Genießen wir diesen Anblick aber noch ein wenig.

Herrlich wie die Tropfen die Faserstruktur wie eine Lupe vergrößern, Beadingporn vom Feinsten :)

Wassereinspritzung
... ist eins der Alleinstellungsmerkmale was aus einem BMW M4 einen GTS macht. Volltanken für mehr Leistung!

Abgetrocknet wurde mit einem Lupus 900 "Borussia-Tuch" und einem Microfiber Madness DryMeCrazy.

\\Wäscheleine - schneller bekommt man die Tücher nicht trocken.

Hinein in die gute Stube.

Der GTS Schriftzug ist mit oranger Naht in die Amaturentafel eingestickt. Mittelkonsole und Türverkleidungen sind spartanisch und leicht gehalten. Eine Rückbank entfällt ganz.

BMW M typisch gibt es auch hier beim GTS eine Einfahr-Phase. Noch 1.300 gefühlt endlose Kilometer sollte der glückliche Besitzer sorgsam den Antriebsstrang an künftige Belastungen gewöhnen. Bei besagter Einfahr-Inspektion werden neben Motoröl und -filter auch Getriebe- und Hinterachsöl gewechselt. Erst ab etwa 5.000km solle man den hochoktanigen Kraftstoff hemmungslos verbrennen, Empfehlung der M GmbH.

Die herrlichen Carbon-Schalensitze sind außen beledert, innen mit rutschhemmenden Alcantara bezogen. Die orange Kontrastnaht und der 3-farbige M-Streifen werten den Recaro Pole Position-Sitz auf. Für mich persönlich ist der Pole Position einer der Sitze schlecht hin, zudem erstaunlich gut für Langstrecken tauglich und richtig bequem - auch für beleibtere.
Leichtbau? Lieber das Auto als ich :D

Klar lackierte Kohlefaser der Sitzschale und eine im Sonnenlicht durchleuchtende Ziernaht des regulären Sicherheitsgurtes bilden schon einen gewissen Augenschmaus.

Weniger Augenschmaus sind die Schweißnähte oder doch ehr Scheiss-Nähte? - leider kein Einzelfall beim Acid Orange lackierten Überrollbügel aus hochfestem Stahl im Fond. Selbiger ist Bestandteil des "Clubsport"-Paketes, zu dem ein Feuerlöscher (unten im Bild zu erahnen) und zwei Schroth 6-Punkt-Sicherheitsgurte gehören.

Zur Grundausstattung gehört dieses zusätzliche Boardwerkzeug.

Ein großer Schlüssel für den Wasserfilter ähnlich eines Hauswasserwerks?
Klempner-Kiste oder Rundstreckenrenner mit Straßenzulassung? Es handelt sich - neben den acht Ersatzschrauben - um Werkzeug zur Einstellung des mehrfach verstellbaren KW Clubsport-Gewindefahrwerks.

Das GTS-Zusatzhandbuch hält ein paar Einstell-Empfehlungen parat. Der geneigte Fahrer wird vermutlich für jeden weiteren Kurs sein individuelles Setup heraus fahren.

Neben Frittentheke, Frontsplitter und dem vielfach einstellbaren Fahrwerk wurde dem BMW M4 GTS die bereits beim Waschen angesprochene Wassereinspritzung verbaut.
Als erstes in Serie gefertiges Fahrzeug verfügt der GTS über diese leistungssteigernde und auch verbrauchsoptimierende Technik, die es früher schon in der Formel 1, WRC und auch Luftfahrt gab.
Ein feiner Wassernebel wird zur Ladeluftkühlung in die verdichtete Luft gespritzt, durch das Verdampfen senkt sich die Ladelufttemperatur von möglichen 160°Celcius nach dem Turbolader um bis zu 20°C. Kältere Luft hat einen höhere Dichte, es kann folglich noch etwas mehr Kraftstoff eingespritzt werden - die Leistung steigt.
Durch die kühlende Wassereinspritzung senkt sich auch die Verdichtungsendtemperatur im Brennraum. Das Motorsteuergerät kann den Zündzeitpunkt noch weiter nach vorn (früh) verlagern um dem Gemisch noch mehr Explosivität zu verleihen, oder Umgangssprachlich: Dem Kolben so richtig auf die Fresse geben! Idealerweise tankt der GTS Besitzer den teuren Sprit mit über 100 Oktan um das Potential seines Reihen-Sechszylinders besser auszuschöpfen und ein Klopfen (unkontrollierte, motorschädigende Selbstentzündung des Benzin-Luft-Gemisches) zu vermeiden.

Der Tank für destilliertes Wasser befindet sich unter dem Kofferraumboden.
Eine Tankladung Wasser soll für etwas 5 Tankstopps reichen, im Rennbetrieb wird daraus ehr einer. These: Würde man schnödes destilliertes Wasser durch ein Destillat (Methanol) ersetzen, erhält man eine noch höhere Klopffestigkeit und gleichzeitig zusätzlichen Kraftstoff. Mal schauen wann die ersten Wilden dieses in die Tat umsetzen ...
Wir versuchen es vorerst mit etwas gutem Autoshampoo (natürlich nicht!), um bessere Abgaswerte zu erzielen. Bei Gelingen verkaufen wir unsere "patentierte Innovation" an die Automobil-Konzerne, sauberer kann man sein Image nicht aufbessern. Zudem findet die ach so bekloppte blaue Umwelt(engel)plakette dann doch noch ihren Weg in die Frontscheibe.

Genug geschwafelt ...

Lassen wir mal Lack relevante Tatsachen sprechen, Schichtstärke des gesamten Aufbaus. Zwischen Stahlkarosse und Luft sind etwa 130µm angestrebt, die sich etwa wie folgt aufteilen:

  • 30µm Klarlack - "unsere Bereich zum Austoben" = 0,030mm ;)
  • 10µm Farblack,
  • 30µm Füller,
  • 60µm KTL,
  • 2µm Phosphatierung

Dachkante (Fe-Stahl)

Neuralgische Stelle, der Radlauf hinten (Fe-Stahl)

Tür (Fe-Stahl, hätten hier mit Alu gerechnet)

Kotflügel (nFe, also Alu)

Ebenso wurden die glanzgedrehten Schmiedefelgen (vorn 19", hinten 20") mit weniger dezenten Acid Orange Farbakzent durchgemessen, hier hat es mehr Lack. Der ist nötig, denn durch die stete Rotation leiden Felgen um ein vielfaches mehr als der Lack der Karosse.

Jeder Neuwagen hat seine Lackdefekte...

Einer mehr - der andere weniger...
Hauptmerkmal des GTS ist mitunter und zweifelsohne der Heckflügel aus Carbon (CFK), nur sah dieser bedauerlicherweise weitaus weniger genial aus als er könnte.

Probieren wir mal was mit dieser Kombination geht.
Rupes Duetto (12mm Hub), gelbes Rupes Pad und CarPro Essence.

Die Duetto auf Stufe 5-6 eingeregelt, nur ein führender / moderater Druck um das Pad aufliegen zu lassen.

Schon besser, aber nicht zufriedenstellend.
Ich griff zu einem frischen gelben Rupes Pad in Kombination mit der menzerna 2500 und polierte den Heckflügel komplett auf Stufe 6.

Wie auch beim Kofferraumdeckel aus C-SMC (Carbon Fiber - Sheet Molding Compound) zeigte uns das (induktiv messende) Schichtstärkenmessgerät logischerweise keinen Wert an.

Nach der menzerna 2500 war das Lackbild wie erhofft lecker.

Das Finish dann wieder mit dem CarPro Essence, auch unterm Flügel - zwecks Luftwiderstandsoptimierung :D

An Kleinflächen durfte die billigere Alternative der Rupes Nano iBrid ran.

Ran an den Lack in "Mineralgrau Metallic" und rein ins Vergnügen!

Eine von 4 wählbaren Farben neben "Alpinweiss (uni)", "Saphirschwarz Metallic" und dem Mattlack "Frozen Dark Grey Metallic". Die matte Variante wurde jedoch limitiert.

Mittels Wagenheber angehoben erleitert es einen die Arbeit merklich, vorallem wenn der Bauch im Weg ist. ;)

An der Front gibt es einen weiteren Unterschied zum M4 "von der Stange", die Öffnung des Regensammelers für die Wassereinspritzung? Nichts als heisse Luft ...

... strömt heraus.
Der kühlende Fahrtwind durchströmt den Wasserkühler, die warme Abluft kann direkt danach entweichen. Sicherlich auch aerodynamisch sinnvoll.

Wir fanden glücklicherweise nicht viele Lackdefekte.
Hier in der Haube leichte Köcher, des weiteren war die gesamte Struktur der Motorhaubenlackierung etwas samtiger.

Schauen wir uns mal den eigentlichen Untergrund dieses Lackes an.
Kohlefaser (CFK)-Motorhaube der Firma Läpple Automotive. Aussenhaut und die innere Struktur werden miteinander verklebt und bringen laut meines Teileprogrammes 7,5kg auf die Waage und kostet ohne Anbauteile lediglich 3.465€, Einkaufspreis und unlackiert - ein echtes Schnäppchen wie so vieles an einem GTS.

Unter der CFK-Haube schlummert das Triebwerk, eingerahmt von einer CFK-Domstrebe zu 765€.

Seitenwechsel.

Chris kümmerte sich um die Front, aufgrund der Verschachtelungen rotierte die Westfalia-Akkupoliermaschine recht oft.

Ebenso an den Fensterleisten in "Shadowline"-Finish, Massenware und Qualität sind Begriffe die nicht immer gepaart werden sollten.

Da Chris zwischendurch dem eigentlichen Tagesgeschäft nachzugehen hatte ließ ich die Finger von Schraubereien die einem das Detailen erleichtert hätten. Manch Besitzer hätte mir dieses vielleicht übel genommen, meinte Chris. Ihm sei einer bekannt der an seinem M3 E92 GTS möglichst keine Schraube drehen will, alles solle Jungfräulich bleiben. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Jener Besitzer dieses GTS wird selbigen künftig artgerecht über Rundstrecken bewegen, daher war es Chris gestattet sich um maximalen Anpressdruck zu kümmern.

Mittels Hochpräzisionsmessgerät (meinem iPhone :D) ermittelten wir eine max. Änderung von 15° am Flügelblatt.
So würden die Fritten natürlich runterrutschen und den Verkehr gefährden, weshalb der Flügel im Strassenverkehr nur in der niedrigsten Einstellung der drei Stufen (fasst waagerecht) gefahren werden darf. ;)
Flügelblatt (1450€) mit beiden Seitenteilen (2x440€), 2 Füssen (2x420€) und Adapterplatten (2x100€): 3370€, ohne Verschraubungen.

Im Zusatzhandbuch ist die Rede von einem Frontsplitter - sinnigerweise einstellbar. Was bringt ein Mehr an Anpressdruck auf der Hinterachse, wenn der BMW wie ein Frontkratzer über die Vorderräder schiebt. Balance ist das Zauberwort.

Der Serien M3 / M4 hat lediglich die grau lackierte Front. Der GTS trumpft mit einen Kohlefaser-Frontspoiler auf, mit "Leiste" in Acid-Orange, macht schon was her.

... auch wenn hier noch nichts poliert ist.

So ist es genehm im Strassenverkehr, löst man die sechs Torx-Schrauben jedoch etwas an ...

... lässt sich der Frontsplitter herausziehen.

Gute 5-6cm ragen nun weiter hervor, dreckig aber imposante.

Die eines gescheiten Finish würdig sind.

Ich wünsche keinem GTS-Fahrer einen Ausritt ins Kiesbett! Die Front ist ein M-Serienbauteil (500€ EK) und erschwinglicher, das Zwischenstück schlägt mit mindestens 2380€ zubuche, der nur grundierte Splitter 1450€ - weitere Anbauteile kommen extra, klar. Eine Splitter-Zusatzversicherung könnt nicht schaden, würde es die geben. Ein ///M war schon immer ein kostspieligeres Vergnügen.

Apropos kostspielig, aber leider geil!!!
BMW Organic Light - OLED Rückleuchten

Wiedermal GTS exklusiv und erstmals in einem Serienfahrzeug verbaut.
Es bietet aufgrund der Flexibilität und flächigen Bauweise den Designern neue Gestaltungsmöglichkeiten, ist jedoch aufgrund der schwachen Leuchtkraft noch nicht für Blinker und Bremslicht geeignet.
Die 4 Einzelteile nachzurüsten gestaltet sich nicht nur als kostspielig, sondern auch schwierig, da Dinger sicher nur an GTS-Eigentümer ausgegeben werden.
Rückleuchte Seitenwand: 1670€, Heckklappe: 1180€, pro Seite! Laut meiner Teileliste also 5700€ gesamt.
Auch wenn man sie mit Gold aufwiegen kann, eine milde Abreibung haben sie nötig. Essence wirds schon richten.

Bei über 30°C waren Erfrischungen dieser Art (also auch nicht alkoholischer) stets willkommen.
Danke für die überaus leckere Gastfreundschaft Chris, wiedermal!!!

Zwischenstand nach CarPro Essence:

Durch die tiefer eingelassene Abluftöffnung in der Motorhaube wirkt der Powerdome...

... noch kraftvoller!

Chris liess die Reifen mit einem Dressing der Chemischen Jungs ein, wachsame Augen genossen.

Die von Fuchs gefertigten Schmiedefelgen vom Typ 666 M - Leichtmetallrad Sternspeiche gehören zur Grundausstattung, optional konnte für einen Mehrpreis von 12.500€ den Satz "M Carbon Compound Räder" (BMW Leichtmetall Hybridrad 681 M) erwerben, der Felgenstern aus Alu, das Bett ist CFK - Kohlefaser. Bei bei einer typischen Bordsteinschramme ist betroffene Felge zu ersetzen, eine Reduzierung der ungefederten und rotatorischen Massen die ins Geld gehen kann.
Der Felgensatz 666M: 6700€ und 681M: 12.000€

Das BMW Werk Regensburg verlässt jeder M4 GTS mit Michelin Pilot Sport Cup 2 Pneus, 265/35 ZR19 vorn und 285/30 ZR20 hinten.

Ebenso haben alle - neben einer leichteren Titan-Abgasanlage und dem M-typischen Kohlefaserdach (nichtmal Porsche bietet letzteres) - eins gemein, sie verzögern mit 12,5kg leichteren gelben M Carbon-Keramik-Bremsen, im Vergleich zur Compound-Bremse (Alu-Topf mit Stahlreibring) (blau Sättel).
Die Siliciumcarbid beschichteten Reibringe sollten ein Autoleben lang halten, damit dies auch so geschieht sollte man die Felgen bitte mit großer Vorsicht reinigen, die Bremsscheiben nicht mit Reiniger benetzen. Nasse Carbon-Keramik-Bremsen neigen zum Quitschen und wichtiger: Verzögern nicht so wehement.
Ist der Reibring beschädigt geht es ins Geld. Pro Scheibe vorn 3700€, hinten 3200€. Der Satz Beläge pro Achse liegt bei etwa 550 Euro.

Ändert nichts am Glanz, der ist nach dem CarPro Essence einfach lecker und sollte konserviert werden.

Coating / Versiegelung

Für noch mehr Glanz und ein plus an Widerstandsfähigkeit entschieden wir uns für das Gtechniq Serum Light, was vom M3 CSL übrig geblieben war.

Da das Serum Light nun nicht für das gewünschte Beading (Wasserperlen) bekannt ist, spendierten wir dem M4 GTS die Polymer-Dickschicht-Versiegelung Servfaces Suave als "Topping".

Serum Light ging gewohnt easy. Es darf gerne satt aufgetragen werden, ruhig 6-7 Tropfen pro Teilbereich. Abwischen idealerweise mit einem oder zwei frischen Mikrofasertüchern - ich versiegelte einen neuen Bereich, Chris folgte mir Abschnittweise und wischte die Rest des vorherigen ab.

Die anschließende Glätte und der Glanz sind schon sexy :)

Polymer-Dickschicht-Versiegelung, wie treffend - merklich dickflüssiger als das Serum Light und sehr sparsam zu dosieren. Anfangs 5-6 Tropfen auf den Applikator, später reichen 2-3!

Die Verarbeitung des Suave ist etwas "schmieriger", als müsse man Honig dünn verteilen.
Mit sehr kurzen Handbewegungen konnte man dieses mir neue Coating am ehesten flächig und vorallem "dünn" verteilen, ein Kreuzstrich für bessere Deckung. Umso dünner aufgetragen, desto einfacher das spätere Abwischen.

Später abwischen ist gut, wir haben den GTS komplett mit dem Suave versiegelt und erst dann die Überreste abgewischt. Gewaschene, saubere Tücher waren nicht besonders geeignet, mit neuen & ungewaschenen ging es merklich einfacher! 4ml, wenn nicht sogar nur 3ml haben wir vom "Honig" gebraucht. Leider ging die nette Glätte des Gtechniq Serum Light und CarPro Essence verloren.

Da die Dämmerung bereits hinter uns lag konnten wir die tagsüber munter brennende Sonnen nicht mehr zur Kontrolle nutzen, dies durften dann unsere Cree-LED Taschenlampen, also auch die LED-Fluter an der Decke übernehmen.
Höchste Stufe der Cree-LED, ...

... und gedimmt. Nicht nur den Bereich des Lichtkegels kontrollieren, auch außen rum im diffuseren Bereich nach Resten schauen.

Finishfotos

Das wars! Es ist zwar in etwas Arbeit ausgeartet, dennoch hat ein einen riesen Spass gemacht diesen ganz besonderen Innovationsträger im Rennanzug zu waschen, polieren und versiegeln!
Wohl dem, der einen sein eigen nennen darf, was ein Traum! Behaltet ihn in bitte Ehren, habt stets genug Wasser und Hochoktanigen in den Tanks und vorallem allzeit knitterfreie "Freude am Fahren"!

Ebenso grandios war die Teamarbeit mitm Chris und dessen Gastfreundschaft - DANKE, wiedermal!
Er wird evtl. noch ein paar Fotos bei Tageslicht nachreichen, hoffentlich.

Es würde uns freuen wenn der Bericht nicht allzu grau ausgefallen ist. Bei Fragen, Kritik, Lob oder was ihr sonst so auf dem Detailing-Herzen habt einfach einen Kommentar hinterlassen oder via Mail ansprechen, herzlichen!

Bis zum nächsten Bericht!

Glänzende Grüße aus dem schönen Münsterland,
Jones, alias Johannes

  • Jones

    Die erste Poliermaschine hielt Johannes (Münster) im Jahr 2007 in seinen Händen, die enthusiastische Autopflege ist Hobby und unverzichtbarer Teil sein Lebens geworden. In jungen Jahren wurde Samstags Bundesliga im Radio gehört und nebenbei der 123er Mercedes „gewaschen". Die Liebe zur perfekten Oberfläche begann mit einer Tischler-Lehre, während seiner späteren Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker fand er eine kleine Metabo-Poliermaschine im Lager und ab da war es um ihn geschehen, kaum etwas vor ihm sicher. Vieles selbst erlernt, reichlich Erfahrungen gesammelt, stets Arbeiten & Abläufe verbessert. Vertieft wurde das Ganze durch Internet und dort angetroffenen „Lackfetischisten“, hier entwickelten sich auch Freundschaften und gemeinsame Projekte - das Ergebnis ist dieser Blog.

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