GLOSSBOSS

von Ronny vor 2 Monaten am 23.12.2017

Porsche 911/993 Uni-Schwarz

Aufbereitung mit besonderen Hindernissen

Ein kleines Video zu dieser Aufbereitung gibt es bereits:

Wer jetzt auch noch etwas dazu lesen möchte; hier kommt ein kleiner, kompakter Bericht: Die besonderen Hindernisse bei dieser Aufbereitung waren nicht nur das Uni-Schwarz, welches ja generell schon sehr empfindlich ist, sondern auch die vielen nachlackierten Teilbereiche bzw. zum Teil sogar durchpolierten Stellen.

Bei der Wäsche in der Waschbox lernt man das Auto und den Zustand ja schon ganz gut kennen. Die Vorgehensweise brauche ich euch sicherlich nicht mehr erklären. Wer dennoch mehr wissen will, liest sich die 7 Grundregeln von Marvin bitte durch.

Bestandsaufnahme in der Garage nach der Wäsche: Kleine Beule...

...mit feinen Kratzern drin und grösseren drumherum.

Das grelle Licht des LED Strahlers zeigt noch die volle Pracht der Swirls dazu.

Tieferer Kratzer mit kleiner Nachbesserung.

Erste durchpolierte Stelle

Alle möglichen Kratzervariationen der Welt hier kompakt dargestellt.

Verswirlte Fahrertür

50/50 vom Lackierer! Hier wurde NICHT poliert. Beim Beilackieren sicherlich ungünstig abgeklebt und so dieses 50/50 unwissentlich erzeugt. Beim Waschen und im Tageslicht habe ich das nicht sehen können.

Hier sieht man es noch besser. Lackiernebel at it's best!

Hologramme in der Steinschlagschutzfolie und schöne Swirls auf dem Lack darüber.

Noch mehr Swirls...

...und noch mehr....

...und mehr...

...und zur Abwechslung auch mal wieder eine durchpolierte Stelle.

Die Fahrertür war quasi nur noch mit einer sehr dünnen Klarlackschicht bedeckt. Hier ist mit 87μm bereits durchpoliert.

Hier rechts neben dem Licht kann man den Übergang recht gut sehen.

Ohne Licht bei genauerem Hinsehen auch sehr gut zu erkennen.

Unter dem Türgriff die nächste Stelle.

110μm mit Klarlack

77μm ohne Klarlack Aufgrund der vielen "Lack-Löcher" in der Fahrertür habe ich mir hier aufwendiges Polieren und Versiegeln gespart. Für ein besseres Endergebnis wurde die Tür nur mit einer Finishpolitur bearbeitet, damit diese auf den Finishbildern zumindest etwas mit dem Glanz des Restlacks mithalten kann. Der Besitzer hat die Tür mittlerweile nachlackierten lassen.

Hier wurde wohl mal gespachtelt, welcher etwas aufgebrochen ist. Mit der Bestandsaufnahme soll es das bis hierhin erstmal gewesen sein. Es ist einiges zu tun, also gehen wir es an.

Alle Geschütze rausgeholt und mit der EX 04-06 angefangen. Mit dieser Paste habe ich eigentlich fast alles im ersten Durchgang poliert. Variiert habe ich lediglich mit den Pads. Von Gelb bis Grau über Grün bis hin zum Microfaserpad war alles dabei.

Vorher

Nachher

Vorher

Nachher

50/50 Den leichten Grauschleicher habe ich beim zweiten Durchgang mit der Ultimate Finish auf einem weissen Pad wegbekommen.

Bei der Verdeckfolie waren 4-5 langsame Kreuzgänge nötig. Gelbes Pad auf der 75 Rupes und die EX04-06

Im Laufe des Tages fand ich dann hinten an der Stoßstange ein weiteres "50/50" vom Lackierer. Hier musste ich mit mehreren Durchgängen und einem Microfaserpad ran.

Keine Ahnung wie sowas passieren kann, zumal der Farbton nicht annähernd zum Auto passt...

Ganz ok...

...bin zufrieden damit wenn man bedankt, dass der Lacknebel vorher im Tageslicht nicht zu sehen war. Deutliche Verbesserung

Wo wir doch gerade beim Lacknebel sind, machen wir doch mit dem auf der Beifahrerseite des hinteren Radlaufs weiter. Ein 50/50 auf dem 50/50 sozusagen

Oben rechts der Lacknebel / unten die polierte Stelle. Passt!

Vorher

Nachher

Vorher

Nachher

Vorher

Nachher

Zufrieden nach zwei Tagen polieren. Sieht auf den Bilder vielleicht nicht so zeitaufwendig aus. Wer mal Uni-Schwarz poliert hat, weiss wie aufwendig der Lack zu bearbeiten ist. Mit der Meguiars Ultimate Finish habe ich den zweiten Durchgang komplett gemacht. Hier sollte der Glanz noch einmal auf Vordermann gebracht werden und an einigen Stellen der leichte Grauschleier durch den ersten Durchgang beseitigt werden.

Bilder von der Versiegelung habe ich nicht gemacht. In dem Video ist dafür etwas zu sehen. Die Vorgehensweise kennt ihr ja auch. Erwähnenswert ist hier allerdings, dass ich statt CSL + EXO zwei Schichten vom CSL aufgebracht habe. Das EXO wollte bei 13°C Umgebungstemperatur nicht so richtig. Es hat beim Abtragen geschmiert und ich wollte das Finish nicht dadurch versauen. Der positive Nebeneffekt; die Lackglätte ist geblieben und wurde durch das EXO nicht "abgestumpft".

Nach dem Versiegeln folgten noch die kleinen und notwendigen Detailarbeiten, welchen das Gesamtbild erst so richtig perfekt erscheinen lassen: Politurreste von mir und den "Fachleuten" vor mir beseitigen:

Felgen entstauben und mit einem Detailer noch ein Quäntchen mehr Glanz heraus holen. Ganz wichtig; das Nabenlogo richtig ausrichten ;-)

Türschlösser von angetrocknetem Fett befreien:

Kunststoffteile mit BlackWow pflegen und wieder schwarz machen:

Und zu guter Letzt noch die Scheiben:

Und nun endlich die Finish Bilder:

Der kleine Bericht bzw. das Video am Anfang hat euch hoffentlich gefallen. Wenn dem so ist, hinterlasst doch einen Daumen, ein Like oder auch gerne ein Kommentar auf der entsprechende Seite.

Meine Detailingsaison ist hiermit beendet. Euch allen wünsche ich entspannte Feiertage und einen guten Rutsch in die nächste Detailing Saison.

Grüße aus Hamburg

Ronny alias chiller

  • Ronny

    Durch sein neues Auto kam Ronny im Jahr 2011 zu diesem Hobby und lernte über ein Forum, auf einem von Marvin Mieth organisiertem Workshop, schnell autoverrückte Leute kennen. Er traf sich immer wieder mit Gleichgesinnten, gründete in Dortmund einen Stammtisch und organisierte mit Freunden eigene Workshops, wo sogar schon einmal Christian Petzoldt vorbei kam und wertvolle Tipps gab. Neben seinem Hobby und Motto „Mehr Glanz ist nicht genug“ ist das Fotografieren eine weitere große Leidenschaft von Ronny. Mittlerweile lebt, poliert und fotografiert er im Norden und wird den Blog von Hamburg aus mit Berichten unterstützen.

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