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von Mark vor 4 Monaten am 03.03.2019

Gtechniq Halo

Versiegelung für Folien (Steinschlagschutzfolie, PPF, Car Wrapping etc)

Hallo zusammen, aus der Sema 2018 präsentiert und kaum im Handel erhältlich habe ich mich entschlossen, die neue Beschichtung aus dem Hause gtechniq für euch zu testen gtechniq HALO Hier einmal ein Link direkt zum Hersteller: https://gtechniq.com/products/auto/halo-flexible-film-coating Ok - also versuchen wir einmal auf die wichtigsten Eigenschaften zusammen zufassen: HALO soll die Leistungen von Paint Protection Film (PPF) und Vinyl verbessern. Es handelt sich dabei um einen chemisch haftenden, ultradichten flexiblen Film, der sich mit der Oberfläche verbindet und diese vor Umwelteinflüssen schützen soll und dabei wasserabweisend ist. Zudem soll diese Fleckenbildung vorbeugen und die durch die UV-Strahlung verursachte Gelbfärbung reduzieren. Gerade bessere schmutzabweisende Eigenschaften wie man es von Beschichtungen / Coatings auf normalen Lacken kennt, wäre ja schon einmal eine schöne Sache. Glaubt mir - ich spreche aus eigenen Erfahrungen. HALO soll dabei mit allen Arten von Glanz-, Matt- und Satin-Vinyl und PPF kompatibel sein. Einen selbstheilenden Effekt bewirbt der Hersteller zudem. Mehr dazu findet Ihr hier - https://www.youtube.com/watch?v=4LPzpyUwFBE

Ok - jetzt wollen wir doch einmal selber testen. Testobjekt

Verflucht, ist ja ein normaler Lack. Aber da habe ich ja eine Alternative für euch :-)

Hey - ist ein ein schönes Auto. Mein kleiner Smart 451 - foliert im Oktober 2017. Aus einer Entfernung von ca. fünf Meter sieht die Verarbeitung akzeptabel aus. Bisher konnte ich damit im Alltag gut leben. Klar gewinne ich damit keinen Schönheitspreis, aber für den Test optimal.

  • Dreck zieht die Folie wunderbar an (sagte ich ja bereits oben)
  • bisherige normale Coatings haben versagt
  • alternative Produkte wie z.B. der Sprühwax für Mattfolien von Petzoldts hielt auch nur von Morgens bis Mittags
  • durch das Alter der Folie und der Nutzung von 365 Tagen im Jahr sieht man ihr auch gewisse Gebrauchsspuren schön an Perfekt als für den Test. Ausgangslage ist natürlich top. Der Schuster hat bekanntlich immer die besten Schuhe...ok, Katastrophe. Der Winterdreck außen und innen lässt grüßen. So kann es natürlich nicht bleiben. Hier einmal ein kleiner Eindruck vom Innenraum.

Ich sag doch - der Schuster...Also, erst einmal alles ausgesaugt und dann mit dem LE Insider gereinigt. Dabei auch einmal getestet, ob das Zeug tatsächlich Flecken (vom Vorbesitzer) entfernen kann oder doch im Sommer nach über zwei Jahren endlich mal der Sprüh-EX Sauger ran darf. Bisher fand ich den Insider von der Reinigungsleistung auf dem Niveau vom Dash Away. Wobei mir persönlich der Geruch richtig gut gefällt. Das Dash Away war im Übrigen beim Test gescheitert vor einem Jahr bei den Sitzen.

Ausgangslage. Dann wurde schön eingesprüht, einwirken lassen und mit der Bürste aufgebürstet. Dann im Anschluss mit einem langflorigen Tuch getrocknet. Der Rest durfte in den nächsten Stunden trocknen.

Wie sieht es denn außen aus? Kurz - dreckig. Sehr dreckig...

Auf gehts Einsprühen mit Sonax Multistar 1:10

Während der Einwirkzeit wurden die Felgen gereinigt (LE Dustcracker - ich mag den Reiniger)

Ich verstehe im Übrigen nie die Tests der ganzen bekannten Youtuber bzgl. von Felgenreiniger nie. Warum wird die Performance immer nur verglichen, wie der Reiniger OHNE mechanische Einarbeitung von Pinsel und Felgenbürste wirkt? Das ist absolut sinnfrei, denn jeder Felgenreiniger, wirklich jeder kann sein volles Potential erst entfalten, wenn mechanisch gearbeitet wird. Selbst Reingiger vom Discounter funktionieren dann auf einem ganz anderen Level. Egal - weiter geht es.

Passt doch schon

Jetzt gab es noch eine Zwei-Eimer Wäsche mit Petzoldts Shampoo für Mattlacke / Folien. Der Smart wurde natürlich vorher noch abgespritzt.

Nach der Wäsche, dem kneten der Folie und dem abtrocknen wurde der Rest aus den Ecken "geblasen" mit dem Metrovac Masterblaster. Die Verunreinigungen beim kneten waren überraschender Weise nicht erwähnenswert. Ging schnell bei der Größe - Vorteil Smart.

Entfettet wurde nun mir dem Sonax Prepare. Ich mag den Entfetter genauso gerne wie Petzoldts Kontrollreiniger. Die Beiden sind aktuell meine Favoriten. Klar riecht so ein gyeon Prep oder Shiny Garage Scan Inspektion besser, aber in der Praxis konnten mich mittel bis langfristig keiner der vielen Produkte auf dem Markt überzeugen. Und mit irgend welchen IPA-Selbstanmischungen fange ich jetzt gar nicht erst an. Ich schweife ab - weiter geht es. Also - entfetten

Nun war es endlich soweit. Alles war sauber, entfettet und bereit für gtechniq Halo.

Schauen wir uns die Verpackung einmal näher an...

Ok - hier einmal die Verarbeitung (wie üblich bei wohl allen Beschichtungen / Coatings). Quasi Idiotensicher bebildert :-)

Alles einmal ausgepackt:

  • Flasche
  • Anleitung (oh - das ist neu. gtechniq hat dieses Mal sogar Halo extra erwähnt. In der Vergangenheit war das nicht immer der Fall und viele Produkte wurden mehr oder minder zusammen gefasst).
  • Aufkleber
  • Applikator
  • Handschuhe (Nitril? Latex? Egal - nehme lieber meine Eigenen Nitril)

Flasche war bis zum Rand gefüllt. So sollte es sein.

Tücher bereit gelegt (Kirkland zum vorwischen, Fiber Bros Interceptor zum nachwischen) und los ging es. Wie war der Plan? Die Fahrerseite wurde mit zwei Schichten Halo behandelt. Die Fahrerseite war zwar gereinigt und geknetet. Aber zusätzlich geschützt habe ich hier absichtlich nichts. Der Unterschied sollte ja gut sichtbar sein.

Auftrag erste Schicht Front 50/50 vor dem abnehmen

Wie liess sich das HALO auftragen? Unauffällig einfach. Das Produkt ist eher sehr dünnflüssig. Somit war es nicht wirklich schwer zu verarbeiten. Auch zog man mit dem ersten nachwischen nicht sehr viel Produkt mit sich. Perfekt um am Rand alles zu treffen, aber gut um nicht zu weit zu wischen. Dann mit dem zweiten Tuch hinterher - perfekt. Größe der Fläche? Ich würde sagen, dass man schon eine größere Fläche machen kann/darf. Aber übertreiben würde ich nicht. Meine Empfehlung wären hier beim Smart:

  • Haube? Geht komplett
  • Türe? In zwei Teilen
  • Kotflügel vorne / hinten? Geht gut jeweils komplett
  • Dach? Ist ein Glassdach mit Nanolex Ultra geschützt :-)
  • Säule? Geht komplett

Geruch? War eher unauffällig bis nicht zu riechen. Normalerweise trage ich immer eine Mischmaske. Für den Test wollte ich einmal schauen, wie die Eindrücke sind? Mein Fazit nach zwei Schichten: Ich hatte gefühlt einen leicht "pelzigen" Geschmack im Mund. Benommenheit, Übelkeit, etc habe ich nicht empfunden. Dennoch ist angenehm anders. Von daher werde ich beim nächsten Mal mit Maske arbeiten. Was fiel sonst spontan auf? Das Pad wurde gefühlt "dreckig". Den Effekt hatte ich damals schon bei dem Coating Test auf der Folie. Auch die zweite Schicht ging nicht noch einfacher, schneller. Die Fläche war zwar spürbar glatter, aber bei der Verarbeitung machte das keinen Unterschied. Auch das zweite Pad für die zweite Schicht (hatte extra ein neues genommen und zu sehen, wie der Effekt wieder auftrat) sah am Ende ähnlich "dreckig" aus. Haptik? Die beschichtete Folie sah nach der Verarbeitung viel satter aus. Frischer würde ich sagen und irgendwie neuer. Im Ernst - das fand ich sehr überraschend. Vor allem mit Blick darauf, dass die Folie nun einmal 1 1/2 Jahre alt ist. Mit gefiel der Look sehr gut. Auch auf der mintfarbenden Folie.

Verbrauch? Ich schätze ca. 7-8 ml für beide Schichten. Ich fand dies angenehm, denn mit einem normalen Coating...das war übel. Gerade auf der grauen Folie. Das Produkt wurde damals beim Test regelrecht weggezogen. Man merkt also in der Tat, dass sich gtechniq dabei wohl Gedanken gemacht hat.

Kommen wir einmal zum Ergebnis am Ende des Tages. Ich finde, dass die beschichtete Seite sehr gut zu unterscheiden ist. Auch live war der Unterschied nach Entfernung des Abklebebandes deutlich.

Auch im Innenraum war zwischenzeitlich alles getrocknet. Der Insider hat hier überzeugt, allerdings nicht perfekt. Das bestätigte auch das Tageslicht am nächsten Tag. Dennoch waren 80% der Flecken auf der Fahrerseite und 100% auf der Beifahrerseite entfernt. Noch einmal die Tage nacharbeiten, und dann sollte es passen.

Finishbilder einmal ohne Klebeband:

So sah alles am nächsten Tag aus in der Sonne

Update nach einer Woche und einer Rückfahrt im Regen über die Autobahn. Auf dem Parkplatz und vor dem Sprung im Supermarkt fiel mir direkt der Unterschied auf. Ich habe einmal versucht den Eindruck bei zugegebenem nicht optimalen Licht einzufangen. Wenn das so auf Dauer bleibt, wäre ich begeistert:

oberer Bereich Heck

Stoßfänger unten

Über die Entwicklung werde ich euch am laufen halten. Ich hoffe die ersten Eindrücke haben euch gefallen. In diesem Sinne.