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von Mark vor 9 Monaten am 09.04.2019

Liquid Elements A1000 ausprobiert

Unser Testbericht zum Rupes iBrid Konkurrent

Hallo zusammen, lange habe nicht nur ich (bereits ab der Essener Motorshow 2017), sondern bestimmt auch viele andere von euch auf diese Maschine gewartet. Um welche Maschine geht es ĂŒberhaupt? Ganz einfach: Liquid Elements A1000....bitte was? WofĂŒr? Und ĂŒberhaupt - warum? Dazu gleich mehr. Vorab möchte ich erwĂ€hnen, dass ich zwar mit dem Gedanken gespielt hatte, dazu ein Video zu machen. Letztendlich ĂŒberlasse ich das PrĂ€sentieren aber lieber dem Sebastian, Oliver und anderen Youtubern. Auch wenn mich ehrlicherweise das vorhandene Material dazu im Internet nicht ĂŒberzeugt konnte. Wer sich ein wenig mehr mit der Materie beschĂ€ftigt wird dort schnell sehen, dass nicht wirklich große Praxiserfahrung mit dem richtigen Umgang von Polierwerkzeug vorhanden ist. So - zurĂŒck zum Thema. Die Maschine wurde neben 1-2 Kleinigkeiten direkt bei Liquid Elements im hauseigenen Shop (area52-shop.de)bestellt. GrundsĂ€tzlich gibt bzw. gab es diese aber auch bei diversen anderen HĂ€ndlern und auch Amazon. Erst einmal auspacken...

Neben dem Karton im Karton (mit der besagten A1000) gab es noch als schöne Beigabe neben der Innenraum-Allzweckwaffe noch ein Trockentuch.

Da ist das gute StĂŒck ja.

Die Maschine wir direkt in eine kleine praktische Tasche geliefert. Das gefÀllt mir persönlich schon einmal sehr gut.

Dann öffnen wir einmal alles und schauen, ob die der Inhalt vollzĂ€hlig ist? Vorweg - alles da. Neben der Maschine wird neben Werkzeug und EinsĂ€tzen (fĂŒr rotativ und exzentrische Nutzung) ein 38mm Teller beigefĂŒgt. Dazu kommen zwei 2.0 AH Akkus sowie ein LadegerĂ€t.

Das ganze ist eingebettet in Schaumstoff. Dies erwies sich spÀter noch als praktisch...

Haptik / Verarbeitung - Ersteindruck: Das gesamte Paket kostet in der U.V.P. 199 €. Das muss man im Hinterkopf haben. Da sollte eine gewisse Erwartungshaltung schon vorhanden sein. FĂŒr einige ist dies schließlich viel Geld. Kurzum - es passt. Wer schon einmal andere Minipoliermaschinen in der Hand gehabt hat wird nun Vergleiche anstellen. Und aus meiner Sicht platziert sie A1000 sich genau da, wo sie preislich angesiedelt ist. Nicht perfekt oder auf dem hohen Niveau von der Haptik wie die Rupes Ibrid, aber auch nicht schlechter als eine Proxxon oder Westfalia Minipoliermaschine. Wenn man genauer hinschaut, findet man halt wie beim Foto ersichtlich zum Beispiel am Gasschalter Kleinigkeiten. Dies hat natĂŒrlich keine wirkliche EinschrĂ€nkung bei der Nutzung. Aber das geht natĂŒrlich besser / wertiger. Weiter gehts...

Hier noch einmal die Leistungsdaten auf der Maschine in der Übersicht

Vormontiert war bei meiner Maschine der 3mm Exzenter Einsatz.Diesen halte ich persönlich fĂŒr mich eher als ungeeignet, da die maximale erzielbare Polierleistung damit nicht abgerufen werden kann. Voraussetzung dabei ist natĂŒrlich, dass der 12mm Exzentereinsatz in der Praxis funktioniert. Und genau das gilt es zu testen. NatĂŒrlich sei noch die Möglichkeit erwĂ€hnt, dass die A1000 auch als Rotationsmaschine - Ă€hnlich der besagten Proxxon oder Westfalia und natĂŒrlich auch Rupes - genutzt werden kann. Dies fĂŒhrt aber in der Praxis gerade bei dunklen oder empfindlichen Lacken immer wieder zu Problemen. Stichwort Hologramme. Sobald man ein wenig mehr Schleifleistung benötigt und nicht nur eine Finishpaste verarbeiten möchte, wird feststellen, dass dies nicht immer unkompliziert funktioniert. Es wird dann zusĂ€tzliche Nacharbeit von Hand erforderlich, die auch mal zeitaufwendiger werden kann. Das kann nun einmal nicht zielfĂŒhrend sein. Vor allem wenn die verursachten Hologramme recht hartnĂ€ckig sind und 2-3 DurchgĂ€nge benötigen. FĂŒr Hologramme! Das macht keinen Spaß.

Die Montage gestaltete sich recht einfach fĂŒr den 12mm Exzentereinsatz und war in wenigen Minuten erledigt. Top!

Problem - wenn man dann den Teller montiert hat, passt die Maschine nicht in die Tasche. Aber jedes Mal den Teller abmachen ist doch auch keine Lösung.

Hier noch einmal die Maschine incl. Akku in der "vollen" Pracht.

Das besagte Problem. Ok, der Akku ist schnell in Sekunden ab. Und den Rest bekommt man mit einem Messer auch noch hin.

Der Schaumstoff geht sehr einfach anzupassen.

Jetzt passt die Maschine doch perfekt in die Tasche. So mag ich das.

Schon besser...

Kommen wir zum nĂ€chsten "Glossboss-Mod". Ganz nach dem Motto safty first schauen wir uns einmal den Kopf an. Dieser ist nun einmal aus Metall. Ähnlich wie bei der Iprid habe ich daher selbstklebendes Filzband um 180 Grad um den Kopf angepasst.

Fertig. Kaum Arbeit und wenn es hilft in der Praxis - warum nicht?

Apropo Praxis. Da wollen wir doch einmal sehen, wie die A1000 sich schlĂ€gt? Testobjekt war hierfĂŒr ein Porsche 911 Targa - Modell 964. Lack = indischrot / unirot ohne Klarlack. Also direkt die Königsklasse. Nicht sehr hart, sehr empfindlich. Schlimmer ist eigentlich nur Unischwarz ohne Klarlack. Vorweg - der Scheibenrahmen war noch im Originallack. Das macht die Sache leider nicht einfacher.

Wie ĂŒblich wurde das Fahrzeug vorher grĂŒndlich gereinigt und geknetet...

...abgeklebt und poliert...

Hier einmal ein paar EindrĂŒcke anhand der TĂŒre (der KotflĂŒgel war natĂŒrlich noch nicht poliert)  - vorher

und nach dem ersten Schleifdurchgang.

Nachdem ich dann mit allen Arbeiten so gut wie fertig ware, konnte ich endlich die A1000 im Einsatz nehmen. FĂŒr die PoliertellergrĂ¶ĂŸe gibt es PolierschwĂ€mme diverser Hersteller. Ich entschied mich fĂŒr die Variante der Firma Haitecs (link: https://www.amazon.de/gp/product/B076VY8HVZ/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o04_s00?ie=UTF8&psc=1). Diese passen perfekt und sind preislich fair gepreist. Identische Pads findet man aber auch bei Carparts Köln (link: https://www.carparts.koeln/ProfiPolish-Mini-Polierschaum-medium-orange-30-mm). Der Teller hat wie bereits oben erwĂ€hnt eine GrĂ¶ĂŸe von 38mm. Die Pads haben jedoch anders wie beschrieben nicht 38mm sondern ebenso 38mm. Perfekt also.

Ausgangslage. Kurzum - schlecht. So wie halt auch der restliche Lackzustand am Anfang war. Swirls, tiefe Kratzer, etc. Alles vorhanden.

Die Waffe/Politur der Wahl fiel auf die Meguiars Ultimate Compound. Gerade auf der Exzenter einer meiner Lieblingspasten. Die Originalflasche / den Verschluss mag ich im Übrigen nicht, daher habe ich diese umgefĂŒllt in einem anderen Dispenser (hier von der wenig bekannten Firma Wolfgang. Gibt es aber auch von Gyeon, etc).

Mein Tip dazu an dieser Stelle: Weniger ist mehr. Denn gerade Minipolierpads mögen es gar nicht voller Politur zugeschmiert zu werden. Dies wird direkt mit einer großen Sauerei bestraft. Also lieber eine kleine Menge gleichmĂ€ĂŸig verteilen.

Stufe 1 zum verteilen gewĂ€hlt. Ich dachte zunĂ€chst wie ĂŒblich, Stufe 1 - da passiert nichts. Im Gegenteil wie die Praxis bestĂ€tigte. Der Teller drehte sich wunderbar. Eigentlich schon ĂŒberraschend kraftvoll. So werde ich dies bei der A1000 auch weiter praktizieren.

Politur verteilt - check

Stufe 4 gefiel mir beim verarbeiten im Kreuzstrich sehr gut. Stufe 5 fand ich kaum von der Leistung spĂŒrbar stĂ€rker. Stufe 3 war jedoch klar schwĂ€cher. Also - Stufe 4 konnte bleiben. Und ich muss direkt feststellen, dass die Maschine echt Kraft hat. Dies habe ich in der Form lediglich bei der Rupes Ibrid MIT Stromanschluß so gesehen. Top!

Das Ergebnis ĂŒberraschte mich dazu auch noch richtig! Es waren nicht nur alle Defekte beseitigt, sondern auch völlig hologrammfrei. Wow! Man beachte die Spiegelung im Lack vom Scheibenwischerarm. Wirklich perfekt. Kann man nicht anders sagen. Witzigerweise kam in dem Moment der Kunde dazu und konnte den Test live erleben. Er war auch total begeistert welche Verwandlung hier stattfand.

Ok - noch ein Beispiel. Vorher:

bei der Arbeit...

nachher

Die Außenspiegel wurden damit ebenso wie der Carrera Schriftzug (Hier ging von Hand nicht wirklich viel) bearbeitet.

Die Empfehlung die es vom Hersteller in einem seiner Videos gab, dass die Maschine auch fĂŒr TĂŒrgriffe geeignet sei, fand ich damals schon seltsam. Denn ich muss auch hier sagen, dass nicht nur beim besagten Porsche sondern auch bei vielen anderen Herstellern die TĂŒrgriffe gĂ€nzlich ungeeignet fĂŒr diese Minipoliermaschinen sind. Also nein - damit geht es nicht.

Was fiel sonst neben dem wirklich sehr guten Polierergebnis mit der A1000 auf? Der Kopf. Der Kopf war nicht fest. Ich dachte zunÀchst an einem Defekt. Hier gut zu sehen. Der Kopf hatte richtig Spiel. Nach rechts...

nach links

Aber die Lösung war recht einfach bei genauem hinsehen. Es befindet sich nĂ€mlich eine kleine Schraube zum fixieren des Kopfes auf der anderen Seite. Jetzt ergab das beigefĂŒgte Werkzeug natĂŒrlich Sinn. Kurz anziehen - fertig

Alles wieder zentral Mittig und schön fest.

So, kommen wir zum Ende des Tests und dem Fazit: Die Maschine ist fĂŒr mich genau das Produkt, was es zu diesem Preis bisher nicht gab. Eine Minipoliermaschine im Exzenterfunktion! Bis zu 12mm Hub die genau das machen, was sie sollen. NĂ€mlich hologrammfrei polieren. Dies gab es nun jahrelang bisher nur in der Preisklasse ĂŒber 600 Euro. FĂŒr eine Poliermaschine, die man ehrlicherweise bei maximal 10% der Bauteile am Auto benötigt. NatĂŒrlich hĂ€tte ich mir schon lĂ€ngst eine Rupes Iprid kaufen können. Aber neben dem mit Blick auf den wirklich geringen Anteil beim aufbereiten die solch eine Maschine ĂŒberhaupt rechtfertigt, so konnte mich die Ibrid nicht vollends ĂŒberzeugen. Denn diese funktioniert lediglich richtig mit genug Kraft, sofern diese an der Steckdose angeschlossen ist. Nur im Akkubetrieb exzentrisch oder auch rotativ - da war die Ibrid stets chancenlos gegen die Westfalia. Die konnte ich immer wieder in diversen Vergleichen demonstrieren. Nun gibt es endlich eine Minipoliermaschine, die zum bezahlbaren Preis vergleichbar mit der Rupes Ibrid ist! Und das mit der Leistung, die eine Ibrid lediglich mit Stromanschluss abrufen kann. Auch wenn es offiziell nicht bekannt ist, welcher andere Hersteller zunĂ€chst patentrechtliche Probleme und aktuell wettbewerbsrechtliche Probleme damit hat, so kann sich wohl jeder seinen Teil denken. Apropos denken. Denn ich denke, dass sich das in KĂŒrze geklĂ€rt hat und eine Einigung erzielt wird. Dann sollte die A1000 wieder fĂŒr jeden der interessiert ist verfĂŒgbar sein. Ich möchte die Maschine bereits nach so kurzer Zeit nicht mehr hergeben.