von Chris vor 2 Jahren am 26.08.2016

Soft99 Ultra Glaco

Scheibenversiegelung aus Japan

Soft99 Ultra Glaco - Produkttest

Nachdem ich bereits eine allgemeine Anleitung zum Anwenden von Glasversiegelungen geschrieben habe, wird es diesmal ein direkter Produkttest.

GTechniq G1 / G5 und Ombrello, sowie die Glasversiegelungen von Nanolex haben sich seit Jahren bewährt und werden gerne genutzt, deshalb gibt es diesmal ein neues und bisher eher unbekanntes Produkt aus Japan.

Getestet habe ich das Ultra Glaco von Soft99. Der Hersteller verspricht eine 6 mal längere Standzeit als bei anderen Glasversiegelungen und eine Standzeit von bis zu 12 Monaten. Damit ist klar, dass Soft99 wohl nur Homeshoppingprodukte oder anderen Mist getestet hat. Nanolex, GTechniq und Ombrello schaffen locker über 1 Jahr, da wäre die 6-fache Standzeit mehr als unrealistisch und passt mit den angegebenen 12 Monaten auch nicht zusammen.

12 Monate Standzeit kann ich mir - inzwischen 2 Monate nach dem Auftrag - allerdings durchaus vorstellen.

Das Ultra Glaco wird in einem 70ml Behälter geliefert. Vom Aufdruck versteht man leider recht wenig, aber es kommt ja auf die Leistung des Produkts an. Auf der Herstellerseite findet man weitere Infos auf englisch, die einem für die Anwendung weiterhelfen.

Um eine ideale Grundlage zu schaffen und die inzwischen in jedem Herbst dicker gewordene Ombrelloschicht zu beseitigen, wurde die Frontscheibe mit einem Filzpad und der CarPro CeriGlass Glaspolitur gründlichst gereinigt. Anschließend war kein Apperleffekt mehr vorhanden, was nach jahrelangem Benutzen von Scheibenversiegelungen ein durchaus gewöhnungsbedürftiger Anblick ist. Nach der Politur wurde die Scheibe mit dem Meguiars GlassCleaner und IPA von allen Politurresten befreit und für das Ultra Glaco entfettet.

Das Produkt muss - wie fast alle Pflegeprodukte - vor dem Gebrauch gründlich geschüttelt werden.

Unter dem Deckel befindet sich ein Auftragspad mit dem die Anwendung sehr einfach funktioniert.

Nachdem man das Auftragspad 2-3 mal auf die Scheibe gedrückt hat, kommt genug Produkt für die halbe Windschutzscheibe heraus. Das Produkt lässt sich sehr gut und gleichmäßig verteilen. Um jede Stelle möglichst gleichmäßig zu versiegeln, habe ich die Versiegelung im Kreuzstich verteilt. Der Hersteller empfiehlt ca. 5-10 Minuten zum Ablüften. So lässt sich das Ultra Glaco problemlos auf die komplette Scheibe auftragen. Nach dem kompletten Auftrag habe ich nochmals 5 Minuten gewartet. Der Abtrag der Produktreste ist sehr einfach, wobei man druchaus mit leichtem Druck arbeiten sollte um alle Reste zu beseitigen. Am Ende empfiehlt sich ein Blick aus dem Fahrzeuginneren gegen eine Lichtquelle um eventuelle Spuren und Reste zu erkennen. An einer Ecke habe ich dem Produkt eine Ablüftzeit von gut 15 Minuten gegeben. Auch nach dieser Zeit ließen sich die Reste noch einfach entfernen.

In gut 2 Monaten zum Testen bin ich mit dem Ultra Glaco sehr zufrieden. Die Wirkung hat in dieser Zeit nicht nachgelassen, sodass ich dem Produkt durchaus 1 Jahr zutraue.

Für wieviele Scheiben die 70ml ausreichen kann ich aktuell leider noch nicht sagen. Schätzungensweise würde ich anhand des Verbrauchs auf mindestens 5, eher 7-8 Scheiben tippen, was das Produkt preislich attraktiv macht.

Der Hersteller gibt ein Ablaufen des Wassers bereits ab 45km/h an. Diesen Wert kann ich im Praxiseinsatz nicht bestätigen, jedoch läuft das Wasser ab 60m/h ausreichend gut ab, um den Scheibenwischer nicht benutzen zu müssen. Die Geschwindigkeit hängt jedoch sicher auch vom jeweiligen Fahrzeugmodell und der Scheibenneigung ab.

Da sich das Ablaufverhalten schlecht auf Bildern festhalten lässt, gibt es zum Schluss noch ein kurzes Video!

  • Chris

    Chris beschäftigt sich seit Ende 2012 mit hochwertiger Autopflege. Zu seinem neuen Hobby kam er damals durch sein neues Auto, das anständig gepflegt werden sollte. Schnell fand er Gefallen an der Autopflege und probiert seitdem gerne neue Produkte aus, trifft sich mit Gleichgesinnten und gibt sein Wissen an andere weiter. Durch Treffen, die unter anderem von den Glossbossen Ronny und Jones veranstaltet wurden, lernte Chris das Glossbossteam kennen. Seit dem Start des Blogs im Jahr 2014 beteiligt sich Chris an Glossboss.

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