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von Mark vor 8 Monaten am 26.03.2019

Sonax CC36 Version 2019

Testbericht und erste Anwendung

Hallo zusammen. Heute m├Âchte ich euch von meinem Erstkonakt mit der kommenden Ceramic Beschichtung / Versiegelung aus dem Hause Sonax berichten. Genauer gesagt handelt es sich um ein Produkt der Profiline Serie. Auch wenn diese Serie sich eher an die professionellen Anwender richtet, so kann auch der Enthusiast hier die Produkte im Einzelhandel oder online erwerben. Kommen wir einmal zu dem Kandidaten: Sonax Ceramic Coating CC36 Version 2019 (noch nicht im Handel und im Beitrag nun als "Sonax CC36" bezeichnet). Hier zudem ein direkter Link zum Hersteller uns "seiner" Beschreibung des Vorg├Ąngers:

https://profi.sonax.de/Fahrzeugaufwertung/CC36

Was ist denn genau in der Verpackung bzw. was ist eventuell neu bei der kommenden Version des Coatings? Sieht doch erst einmal recht ├Ąhnlich aus. Denk doch jeder, der die vorherige Version kannte. Bis auf den entscheidenden Unterschied - und da liegt der "Hase im Peffer": Das GlossCoat! Bitte was? Da es sich bei dem Sonax CC36 um eine zweischichtige Beschichtung handelt, wird im vorliegenden Fall als erstes die Basis, also wie passend - das Basecoat - aufgetragen und als zweite Schicht das "GlossCoat". Dieses wurde nun f├╝r 2019 komplett ├╝berarbeitet. Warum? Sagen wir einmal so - die bisherigen Versionen auf dem Markt konnten weder den Enthusiasten noch den Profi fesseln. Der Markt der modernen Beschichtungen / Ceramikcoatings ist gro├č...sehr gro├č. Und die Kunden erwarten schon von dem teils durch Werbung versprochenen eine gewisse Standfestigkeit bzw. Performance gegen├╝ber einem einfachen Wachs oder einer Polymerversiegelung. Und das k├Ânnen zwischenzeitlich sehr viele Produkte sehr gut.

Ok - zur├╝ck zum Selbstversuch. Testobjekt: Porsche 964 Cabrio Carrera 4 (steht f├╝r Vierradantrieb). Nach der aufarbeiten des Lackbildes muss vor dem Auftrag klassisch wie bei jeder anderen Versiegelung "entfettet" werden. Normalerweise bin ich pers├Ânlich nach jahrelanger Erfahrung ja ein riesen Fan von Petzoldts Kontrollreiniger geworden. Auch wenn es viele Produkte auf dem Markt daf├╝r gibt, so konnte ich diesen als meine bisherige Referenz nach diversen Tests mit anderen Kontrollreinigern festlegen. Allerdings muss ich zugeben, dass neben dem Besagten sich nun still und heimlich nach einigen Anwendungen noch eine sch├Âne Alternative eingeschlichen hat: Sonax Prepare - Funktioniert bisher zickenfrei selbst auf schwierigen Lacken. Und davon hatte ich die letzte Zeit einige. In der Verpackung ist eine keine Dose dabei. Diese reicht sicherlich f├╝r die ein oder andere Runde zum entfetten. Aber ich habe direkt zur gro├čen Variante gegriffen.

Nach dem Entfetten gilt es die Anleitung zu sichten. Hatte ich nat├╝rlich vorher bereits gelesen bzw. telefonisch erfragt, ob es bei der neuen Version irgendwelche Besonderheiten oder ├änderungen gibt, die un├╝blich w├Ąren. Nein - definitiv nein. Aber lesen k├Ânnt Ihr ja bestimmt selber...

weiter lesen...

Ok - kommen wir zum BASECOAT (unver├Ąnderte Version). Sonax selbst sagt, dass sie weiter vom Basecoat ├╝berzeugt sind.

Was f├Ąllt auf (wer es noch nicht auf der Homepage gelesen haben sollte) - "fluorine free". Das ist in der Tag immer so ein Problem mit Blick auf die Gesundheit von modernen Beschichtungen / Coatings. Hier jedoch klar nicht! Die Gesundheit - gerade bei prof. Aufbereitern wird dankbar sein. ABER: ok, ich mag ein wenig penibel sein. Aber alles mit Aerosole / Treibmitteln findet bei mir zumindest Anwendung mit einer Staubmaske (FFP3). Sch├Ân das wir zwar keine Gase haben, aber direkt in die Nase will ich das Zeug trotzdem nicht bekommen.

Kommen wir einmal zu dem weiteren Inhalt. BASECOAT f├╝r die erste Schicht? Check. Applikator zum Auftrag bzw f├╝r empfindliche empfohlen - mit Sude Tuch. Tja, was soll ich dazu jetzt sagen? Die Bilder sagen denke ich mehr als 1000 Worte. Kurz: Was ein Brocken (der Applikator). Das Tuch? So viel zu gro├č. L├Âsung: Halbe Gr├Â├če bzw einfach teilen und Beide einpacken - fertig. Ebenso das Tuch. Einfach 2x St├╝ck. Fand ich wie herauszulesen ist, nicht so optimal. Das machen Andere besser.

Breit isser...im Verh├Ąltnis zu den klassischen Applikatoren diverser Mitbewerber

...und gef├╝hlt viel zu gro├č. Ehrlich gesagt nicht meins. Die Struktur des Schwammes stand den Konkurrenten in nichts nach. Wirkte vielleicht im ersten Augenblick ein wenig grober. Aber bei genauerem Hinsehen nicht wirklich. Wenn nur diese unhandliche Gr├Â├če nicht w├Ąre. Gerade bei engen Bereichen, in schmalen Rundungen...nicht ideal. Das geht so einfach so viel besser finde ich.

Ihr habt es geahnt. Von daher griff ich lieber auf "Bew├Ąhrtes" zur├╝ck. Sorry Sonax.

Was fiel mir auf? Am Anfang w├Ąhrend der Verarbeitung "saute" der Spr├╝hkopf. Ich habe einmal versuchst, dass mit der Kamera einzufangen. Beachtet die Finger. Warum? Ehrlich gesagt keine Ahnung. Dennoch war der Verbrauch gerade durch ein Aerosol sehr fein und gut dosierbar. Das Tuch s├Ąttigte sich wirklich gut. Hatte ich so nicht unbedingt erwartet. Hier sah ich sogar ein Vorteil bei der Gleichm├Ąssigkeit. Mir pers├Ânlich hat es gefallen. Erst recht, nachdem das Tuch ein wenig ges├Ąttigt war.

Nach dem applizieren der ersten Schicht (Dauer gut 1 Stunde) konnte direkt im Anschluss auch das GlossCoat folgen. Die besagte Stunde Einwirkzeit passte perfekt. Das GlossCoat - die zweite Schicht - kam recht klassisch daher. Also wie eine ├╝bliche Beschichtung / Coating ohne Aerosol. Den Warnhinweis auf der Flasche nehme ich mal als "Beta-Version" hin, denn wie gesagt. Zum spr├╝hen gab es hier nichts, folglich auch kein Aerosol. Dennoch verwendete ich hier lieber aus Gewohnheit eine Maske. "Safty first" lautet eigentlich immer meine Devise. Was sofort auffiel: Das GlossCoat hinterliess eine sehr glatte Schicht. Die Unterschiede "nur" zur ersten / Base Schicht waren mit dem Tuch beim abnehmen sofort sp├╝rbar.

Eigentlich auch hier beim Auftrag / Abtrag klassisch. Verteilen - abtragen. Fertig. Auch Roman verwendete eine Maske :-)

Beide Applikatoren nahm ich sp├Ąter mit nach Hause. Ich wollte einmal sehen, wie weit sich die Produkte im Applikator aush├Ąrten. Ich greife einmal vor: Das Base blieb auch nach 24 Stunden "flexibel". Die zweite Schicht, das GlossCoat, war wie eine gewohnte Beschichtung / Coating schon recht hart. Der Applikator war sp├╝rbar steif / fest geworden.

Nach dem Auftrag folgten am Abend noch die Finishbilder. Ich wei├č, Silber ist immer ungl├╝cklich zu fotografieren. Und Showeffekte, Bildbearbeitung, etc mag ich nicht. Aber "live" war der Spiegelglanz wirklich sehr sch├Ân. Halt schwierig nach einem doch sehr langen Tag einzufangen. Dennoch nun viel Spa├č:

Kommen wir zum Fazit am Ende des Tages bzw. die ersten Eindr├╝cke und pro & contra┬┤s. POSITIV:

  1. VERARBEITUNG: Hier fand ich zun├Ąchst die einfache Verarbeitung hervorzuheben. Im Ernst, wer noch nie ein Beschichtung / Coating verarbeitet hat, der findet hier wie ich finde einen einfachen Einstieg. Das gilt sowohl f├╝r das Base sowie auch das GlossCoat
  2. PREIS: Der Vorg├Ąnger ist f├╝r ca. 55-60 ÔéČ im Handel erh├Ąltlich. Und wer sich ein wenig mit dem Thema befasst wei├č, dass es nicht wirklich gerade bei zweischichtige / 2-Layer Coatings g├╝nstigere Alternativen gibt.
  3. GESUNDHEIT: Was den Profi freut, d├╝rfte auch f├╝r den Enthusiasten nicht verkehrt sein. "no fluorine" als Stichwort. Kurzum - im Gegensatz zu vielen anderen Beschichtungen oder Coatings kommt hier die Gesundheit grunds├Ątzlich sehr gut weg. Ok, das Thema "Aerosole". Aber auch hier reichen sofern keine gut bel├╝ftete Halle oder Garage zur Verf├╝gung steht, eine einfache ffp-Maske aus.

NEGATIV:

  1. ZUEBH├ľR: Ihr habt es aus dem Bericht eventuell schon ein wenig herauslesen k├Ânnen. Ich mochte die Gr├Â├če der Applikatoren und Sude-T├╝cher nicht. Schlichtweg zu gro├č - Punkt. Aber das denke ich k├Ânnte man doch bestimmt einfach in den Griff bekommen.
  2. AEROSOL: Ja, ich nenne es an dieser Stelle. Mich hat es nicht gest├Ârt, aber jeder "Jeck ist anders". Von daher denke ich, eine andere Applikation des Basecoats w├Ąre doch bestimmt auch m├Âglich? Dann w├Ąre es nicht nur ohne Fluorine sondern auch Aerosol frei.
  3. INHALT / RESTMENGE: Ja, auch diesen Punkt m├Âchte ich ansprechen. Denn weder beim Base noch beim GlossCoat ist ersichtlich, was letztendlich noch an Produkt am Ende des Tages vorhanden ist. Auch hierf├╝r sollte sich eine L├Âsung finden lassen.

MEINE PERS├ľNLICHE MEINGUNG:

Tja, alles Pro & Contra┬┤s habe ich genannt. Aber dazu kommen aus meiner rein subjektiven Sicht noch andere Dinge. Zun├Ąchst muss das Produkt nun ├╝berzeugen k├Ânnen. Im Beispiel wird der Porsche 911 tats├Ąchlich gut bewegt. Aber ich teste da noch weiter. Dennoch versuche ich f├╝r mich mit Blick auf den Aufwand einer 2-schichtigen Beschichtung / Coating noch Argumente zu finden, die ich auch meinen Kunden letztendlich anbieten kann. Fakt ist, dass die Verarbeitung nicht k├╝rzer oder l├Ąnger dauert als andere 2-schichtigen Coatings. Aber besagte Gute in dem Segment erreichen Standzeiten, die langfristig auch in der Vergangenheit Jahrelang ├╝berzeugen konnten. Und da ist das Sonax CC36 noch nicht. Von daher bleibt es in der Saison 2019 weiter im Focus meiner Beobachtung. Vielen Dank f├╝r eurer Interesse.